Wednesday, April 1, 2020

Eine Schnauzergeschichte - A schnauzer story


Es war einer dieser Wintertage an denen jeder unförmige Regenjacken trägt, es regnete und Al hatte keine Lust mehr, drinnen zu bleiben. Er freute sich auf den Frühling und Sommer und längere Tage. "Laß uns rausgehen" sagte er zu seinem großen schwarzen Hund Amico der fast so groß war wie er selbst. - "Laß uns die Wiese hinter dem Haus erkunden. Ich möchte auch diesen Brunnen ansehen an dem wir immer vorbeilaufen wenn wir spazieren gehen." Amico verstand nicht alles aber dass es nach draußen ging, verstand er und das war das Wichtigste. Der Brunnen war sehr tief und man konnte nicht auf den Grund sehen. Seine Eltern hatten ihm gesagt, er sollte nicht auf den Rand sitzen, weil er gefährlich war und er hineinfallen könnte

Als er gemeinsam mit Amico den Brunnen betrachtete, erschien ein Geist. Er wirkte etwas seltsam weil er eine Brille trug und ein Buch in den (unsichtbaren) Händen hatte. Erst waren beide etwas erschrocken. Al riß die Augen auf und Amico bellte, etwas was er immer tat, wenn er keine Kontrolle über die Dinge hatte. "Wer bist du?" fragte Al schließlich den Geist. "Ich will Euch die Welt zeigen!" Jetzt erschien er gar nicht mehr furchteinflößend, mehr wie einer von Als Freunden in der Schule. "Ihr werdet rechtzeitig zum Abendessen zurück sein. Dort verfliegt die Zeit im Nu aber hier werdet Ihr immer nur 5 Minuten weg gewesen sein und dein Hund darf auch mit uns. Wir werden in Luftblasen reisen, die den Brunnen hinunter schweben."

"Übrigens, mein Name ist George!" - "Und ich bin Al und das ist mein Hund Amico. Amico bedeutet auf italienisch Freund. " Als sie schließlich am Boden des Brunnens ankamen, stellten sie fest, dass er trocken war. Von dort aus gab es Tunnel in verschiedene Richtungen. "Schaut mal auf diese Wegweiser" meinte George "Das sieht aber schwierig aus" erwiderte Al "Nein, gar nicht. Ihr werdet sehr viel lernen und eine tolle Zeit verbringen, egal was Ihr Euch aussucht!" "Jamaica klingt toll, da gibt es bestimmt Sonne und viel Wasser in dem man schwimmen kann, was meinst Du, Amico?" Amico wedelte mit dem Schwanz, er war bereit für das Abenteuer. "Also, was wißt Ihr bis jetzt über Jamaica?" "Es ist in der Karibik und Bob Marley kommt von dort."

George nickte. "Als erstes werdet Ihr die Nanny Falls kennen lernen. Das sind Wasserfälle mit einem Becken, in das Ihr eintauchen könnt. Schaut Euch mal um, was für schönen Pflanzen und Tiere  es hier gibt!"

Nach einem erfrischenden Bad im Becken der Nanny Falls, machten sich die drei auf den Weg. "Nun werdet Ihr etwas über die Geschichte einiger Jamaikaner lernen" erklärte George. Und gerade in diesem Moment erschien ein Junge "Hallo Duppy" rief er "Warum nennt er Dich Duppy?" - "Oh, das bedeutet Geist im jamaikanischen Patois" "Ich dachte dass in Jamaika alle englisch sprechen." - "Das auch, englisch ist die offizielle Sprache aber die meisten sprechen auch dieses kreolische Englisch."

"Mein Name ist Jimmy" meinte der Junge "ich bringe Euch nach Moore Town, es ist nur eine kurze Strecke zu Fuß. Meine Großmutter wartet auf Euch. Sie hat Ackee und Salzfisch vorbereitet, eines unserer Nationalgerichte" "Ackee ist eine Frucht, die vor sehr langer Zeit von Ghana nach Jamaika gebracht wurde." "Nichts wie los, wir freuen uns darauf!"

"Das ist Nanny, eine unserer Nationalheldinnen. Sie wurde als Sklavin gemeinsam mit ihren Brüdern von Ghana hierher gebracht. Sie flüchteten in die Berge und lebten dann dort. Unser Dorf Mooretown wurde von ihr und ihrem Bruder Quao gegründet.

Während sie aßen, wollte Al mehr über Granny Nanny erfahren. "Sie wurde Ende 1600 geboren, wir kennen das genaue Datum icht. Viele Afrikaner, die in Jamaika versklavt worden waren, konnten fliehen. Sie wurden Maroons genannt. Später kehrten sie zu den Plantagen zurück und befreiten andere Sklaven. Sie kämpften gegen die britischen Kolonialherren und am Ende gab es einen Friedensvertrag. Bis heute sind die Maroons in Jamaica autark und erhalten ihre Kultur. Es gibt ein großes Fest am 6. Januar jedes Jahr um den Friedensvertrag zu feiertn.

Nach dem Essen machte Jimmys Großmutter für alle Kakao. Wußtet Ihr, dass Kakaopflanzen in Jamaika wachsen? Die reifen Früchte werden aufgeschitten und dann werden die Kakaobohnen verarbeitet. Das geht so: 1. Fermentation in einem Behälter über mehrere Tage 2. Trocknen 3. Rösten 4. Zerkleinern 5. Zermahlen  Während die Jungs ihre heiße Schokolade tranken, gab es für Amico ein bißchen Fisch, sein Lieblingsgericht!

Jimmys Großmutter erzählte  ihnen dann von den Rastafari. Sicherlich ist Bob Marley der Bekannteste von ihnen. Die Rastafari glauben daran, dass Haile Selassie ihr Messias ist. Die Fahne der Rastafaris hat die Farben grün, gelb und rot. Sie essen vorwiegend Pflanzen, keine Tierprodukte und rauchen gelegentlich Ganja, ein Kraut, während ihrer Rituale. Haile Selassie betonte, er wäre nicht göttlich aber trotzdem schenkte er den Jamaikanern, die nach Äthiopien kommen wollten, etwas Land. Haile Selassie der 1. ist der letzte Regent von Äthiopien und Kaiser von Abessinien.
"So Leute, jetzt laß uns ein bißchen Spaß haben. Wir gehen nach Montego Bay. Ich habe eine Überraschung für Euch" lächelte George. "Wir werden den Mystic Mountain mit einem Bob hinunterfahren."


"das war so ein Spaß" meinte Al "Ich weiß" sagte George. "habt Ihr gewußt, dass es ein jamaikanisches Bob Team gibt?" " Sie haben das erste Mal bei den olympischen Winterspielen 1988 in Calgary teilgenommen. - Tatsächlich haben wir hier in Jamaika eine lange Tradition im PushCarRennen. Deshalb sind die Jamaikaner auch sehr gut im sprinten und beim Start."

"Bevor wir weiter gehen nach Kingston, gibt es noch einmal Action - mit der Zipline über den Regenwald"

Al und Amico liefen die Straßen von Trench Town entlang wo früher Bob Marley wohnte. Sie besichtigten seinen Tourbus und sein ehemaliges Zimmer. Sie erfuhren alles über das Leben des berühmten Sängers und trafen viele nette Leute.


Port Royal wurde einst die böseste Stadt der Erde genannt. Es war bekannt für die karibischen Piraten und Schnaps. Als es 1692 von einem Erdbeben und einem darauf folgenden Tsunami zerstört wurde, waren schließlich zwei Drittel des Orts unter Wasser. Al und Amico gingen tauchen und entdeckten die alten Gebäude am Meeresgrund. Es war sehr traurig für die Leute damals aber auch sehr interessant für Leute, die sich für Geschichte interessieren. " Ich hoffe Ihr hattet Spaß und habt viel gelernt. Jetzt müßt Ihr heimgehen. Vielleicht können wir bald mal wieder einen gemeinsamen Ausflug machen" mit diesen Worten verabschiedete sich George


2 comments:

  1. Eine schöne Geschichte - die uns viel Freude gemacht hat. Ich mag ja Deine Illustrationen sehr und finde Dich sehr begabt.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

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  2. Herzlichen Dank Isabella. Ich wünsche Euch frohe Ostern und Vor allem Gesundheit 😀

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